zurück ins TagebuchDezember 2010    (hier: ausschließlich Exkurs: "Haarausfall")
Am Freitag um 10.00 Uhr war es also soweit. Ich hatte meinen Termin bei Dr. Finner in der Berliner Klinik am Wittenbergplatz. Natürlich war ich zu zeitig da, aber praktischerweise ist unten eine Bäckerei, in der die halbe Stunde überbrückt werden konnte. Ich hatte mich schon auf ewige Warterei eingestellt, aber kam erfreulicherweise sofort ins Arztzimmer. Es macht wohl doch etwas aus, wenn man zur Privatsprechstunde geht.
Der junge Mann :-) kam jedenfalls freundlich und kompetent rüber - anderenfalls wollte ich mich dort ja nie wieder blicken lassen. Jedenfalls diagnostizierte er anlagebedingten (erblich bedingten) Haarausfall (androgenetische Alopezie), was ich ja auch schon vermutet hatte. Zum Stopp desselbigen soll ich Regaine mit Minoxidil nehmen, obwohl ich bislang wegen der vielen negativen Aussagen und Horrormeldungen (vermehrter Haarausfall, Schwindel, niedriger Blutdruck, Augenringe, lebenslange Anwendung…) ein totaler Gegner war. Gerade wegen des vermehrten Haarausfalls und aufgrund der Tatsache, dass man für den Rest seines Lebens mit Regaine verheiratet ist, wenn man einmal damit anfängt, konnte ich mich bisher nicht dazu durchringen es anzuwenden. Es fallen wohl nach dem Absetzen des Regaine alle nachgewachsenen Haare wieder aus bzw. der Haarausfall setzt sich fort. Obwohl ja meine Schwester behauptet, dass bei ihr dies nicht der Fall war, woraus ich einen Hoffnungsschimmer ziehe. Also hab ich mir jetzt nach dem Zuraten des Arztes doch die 2 %-ige Regaine-Minoxidil-Lösung für Frauen bestellt. Natürlich im Internet für knapp 29,- Euro (3-Monats-Packung). In der Apotheke wollten sie mind. 50,- Euro dafür. Kopfschüttel. Ich will mal langsam mit 1 x täglich 1 ml abends beginnen. Normal wäre es morgens und abends, aber das Zeug verklebt ja angeblich die Haare so, dass man nicht aus dem Haus kann und wegen der Nebenwirkungen will ich vorsichtig anfangen. Mal sehen, wie ich es mit der Träufelei hinkriege. Später könnte ich auch auf die 5 %-ige Lösung für Männer umsteigen oder mir den milderen Rogaine-Schaum (lt. Hersteller auch nur für Männer) besorgen. Na, darüber denken ich mal nach, wenn es soweit ist.

Hoffentlich bekomme ich nicht so schlimmen Haarausfall, dass ich vor Schreck mit der Anwendung aufhöre. Das ist eigentlich meine größte Sorge. Es soll ja grundsätzlich den Haarverlust zunächst nur stoppen, mehr Haare wären "Bonus". Ich hoffe mal, dass es auch Frauen mit positiven Regaine-Erfahrungen gibt, welche keinen Grund zu Äußerung haben und dass sich in den einschlägigen Foren halt nur die Unzufriedenen tummeln.

Wenn ich definitiv mehr Haare möchte, wäre ich - lt. Dr. Finner - eine gute Kandidatin für eine Haartransplantation, weil ich am Hinterkopf relativ dichte Haare hätte. Aber noch hab ich mich dazu aus finanzielen und ängstlichen Gründen noch nicht durchringen können. Entweder Regaine oder Transplantation gäbe es sowieso nicht, denn die wenn der Ausfall gestoppt werden soll, muss ja ewig "weitergeschmiert" werden. Hoffentlich erfinden die bald etwas Besseres.

Als kleine Hilfe wurden noch Streuhaare empfohlen (z. B. hier), aber das hilft ja auch nur optisch. Na, für einen besonderen Anlass kann ich mir das ja vorstellen.
Es wurde abschließend an zwei markanten Stellen ein Folliscope-Test (oder wie das heißt) gemacht, damit in ein paar Monaten auch eine Verlaufsbeobachtung möglich ist. Das Kopfhautbild in 50-facher Vergrößerung sah schrecklich bei mir aus. Ganz schön viel Kopfhaut zwischen den wenigen Haaren. Grummel. Und schuld ist meine Omi. Die hatte auch so dünne Haare am Oberkopf. Schnief.
Zumindest sagte der Doc, dass es schonmal gut (und nicht schädlich) ist, dass ich mir die Haare blond färbe, weil man dadurch die Kopfhaut nicht so doll durchsieht. Volumenshampoos sind generell auch nicht schlecht.
Mal sehen, wie es weitergeht. Ich werde berichten. Die Kosten diese Besuches samt Untersuchungen beliefen sich auf ca. 120 Euro - also für jeden erschwinglich, finde ich.

So, für heute war's das. Bis denne,
Kerstin Sell
Mein Sohn sagt, ich soll mir eine Mütze kaufen. Das wäre billiger und alle Probleme wären gelöst.
P.S.S. Nur zur Info. Ich hab noch einen Rest "Plantur 39"-Tonikum, den ich jetzt morgens noch mit verbrauche. Aber ehrlich gesagt, bin ich nicht überzeugt, dass das etwas nützt. Das Shampoo hab ich auch in Benutzung. Naja, es schade ja wenigstens nicht. Und der Vollständigkeit halber: Zinkkapseln schlucke ich auch - jedenfalls auch noch, bis sie alle sind.
zurück ins Tagebuch09. Januar 2011
Es wirkt! Es wirkt!..... Naja, kleiner Gag. Nach einem Monat kann man wohl noch nicht so viel sagen.

Beim ersten Auftragen (am 14.12.2010) ist es mir das Minoxidil natürlich über die Stirn gelaufen, weil ich nach unten geguckt hab, um etwas sehen zu können. Jetzt bin ich schlauer. Kopf schön oben halten und die Pipette nicht drücken, sondern nur auf den Kopf stupsen. Dann kommt nur wenig raus und das verstreiche ich auch mit der Pipette auf der Kopfhaut. So werden die Finger gar nicht benetzt und an die Haare selbst kommt auch wenig ran. Sollte doch was runterlaufen, dann wisch ich es gleich mit einem Gesichtsreinigungstuch weg.
Witzigerweise macht bei mir Regaine die Haare nicht fettig. Es ist wie Alkohol, der trocknet Ich finde die Haare hinterher eher spröde und trocken, was aber gar nicht zu den ganzen Äußerungen in diversen Foren passt. Nach dem Auftragen von Regaine soll das Haar 4 Stunden lang nicht nass werden, aber ich wasche es ja - trotz Minox - eh nur alle 3-4 Tage.
Morgen wird wohl das Plantur39-Tonikum alle sein, sodass ich ab 10.01. damit anfangen kann, das Regaine morgens und abends zu verwenden. Mal schauen, ob man dann eine Wirkung merkt. Das befürchtete "Shedding" ist bislang noch nicht eingetreten. Bloß gut.
So, für heute war's das. Bis denne,
Kerstin Sell
zurück ins Tagebuch25. Januar 2011
Es ist zum Kotzen! Nach 14 Tagen mit zweimal täglicher Anwendung haben sich doch die Nebenwirkungen eingestellt. Ich hasse es! Juckende Ohren mit Ausschlag, rote Pusteln am Ohr und auf der Kopfhaut, gänsehautähnlicher Ausschlag am Unterarm und übelst trockene juckende Kopfhaut. Ich entwickele bestimmt eine Allergie. Ich habe mir zwar schon Haaröl und mildes Schuppenshampoo bestellt, aber es hört nicht auf! Ich werde Ende des Monats morgen wieder auf die einmalige Anwendung umstellen. Vielleicht hilft es dann aber gar nicht mehr. Na, bis jetzt hatte es eh auch keine Wirkung. Nur nevigiges Geschmiere und die besagten Nebenwirkungen. Wenn die reduzierte Anwendung auch nichts bringt, muss ich es ganz und gar absetzen und die restlichen Pullen verkaufen. So, wie es jetzt ist, ist es auf jeden Fall unerträglich.
Im Internet hab ich etwas Neues entdeckt: einen 2-prozentigen Schaum für Frauen. Vielleicht ist der ja milder? Ich ringe noch mit mir, den auszuprobieren, denn ich hab ja noch so viel von dem Regaine.
So, für heute war's das. Bis denne,
Kerstin Sell
P.S. Ach Mist, ich seh grad, dass in dem Schaum auch Propylenglykol drin ist. Das ist ja wohl der Hauptallergieauslöser, so steht es jedenfalls hier. Im ROGAINE FOAM / SCHAUM (REGAINE) FÜR MÄNNER 5% ist kein Propylenglykol drin.
zurück ins TagebuchMärz 2011
Ich war gestern wegen der Regaine-Nebenwirkung "Kopfhautjucken und Schuppen" beim Hautarzt. Der sagte, dass das ja nur 5 Prozent der Anwenderinnen das bekämen, aber anscheinend tummeln die sich dann auch alle in Internetforen. Ist ja klar, diejenigen ohne Nebenwirkungen brauchen ja keinen Rat. Jedenfalls soll ich dagegen das Clobex-Shampoo nehmen - nur zweimal wöchentlich und nur 10 Minuten einwirken lassen. Ich werde das mal morgen starten, obwohl der Beipackzettel beängstigend wirkt. Ist ja auch verschreibungspflichtig und hat 5,- € Zuzahlung gekostet. Der Wirkstoff ein sehr stark wirksames Kortikosteroid. Lt. Anleitung soll einmal täglich eine Menge von ca. ½ Esslöffel (7,5 ml), auf die trockene Kopfhaut aufgetragen und einmassiert werden und nach 15 Minuten Einwirkzeit abgespült werden. Ich soll es aber lt. Doc nur 2 x in der Woche nehmen und auch nur 10 Minuten einwirken lassen. Nach 4 Wochen ist die Flasche wegzuschmeißen. Alle ist sie dann bei nur 8 Anwendungen aber noch nicht. Da muss ich wohl nochmal beim Arzt nachfragen.
Vielleicht hilft es ja. Wenn ich die Psoriasis nicht wegbekomme, überlege ich ernsthaft, ob ich doch lieber das Regaine absetze. Ich weiß nicht, was das schlimmere Übel ist: dünne Haare oder Schuppenflechte auf der Kopfhaut. Grummel. Dabei hab ich - glaube ich - sogar irgendwo gelesen, dass man Minoxidil und cortison nicht zusammen anwenden darf. Hm, was soll man eigentlich noch glauben?!
So, für heute war's das. Bis denne,
Kerstin Sell
zurück ins TagebuchJuli 2011
Am 21.07.2011 war ich wieder in Berlin zur Nachuntersuchung des Haarwachstumsfortschritts. Eine dolle Veränderung hätte es nicht gegeben, meinte der Arzt. Hier ein paar Haare mehr und hier ein paar weniger. Dabei hatte ich eigentlich auf etwas Wirkungsanzeige gehofft, denn persönlich kam es mir vor, als wären da mehr Haare. Es könnte ja auch am sommerlichen "Fellwechsel" liegen und ich soll im Winter nochmal wiederkommen. Toll :-(
Wegen der trockenen Kopfhaut soll ich mir den milderen Schaum besorgen. Das hab ich auch getan und gleich die 3-Monats-Packung des 5-prozentgen Rogaine Foam für teures Geld gekauft. Die müsste bei mir ja eigentlich 6 Monate reichen, denn wegen der höheren Dosierung soll ich sie ja nur einmal täglich anwenden. Meines Erachtens ist der Schaum aber nicht so genau wie mit der Pipette zu dosieren, sodass sicher mehr verplempert wird. Gestern hab ich also damit angefangen und müsste demnach bis ca. 27.09. mit der ersten Flasche reichen. "Nur für Männer!" steht eigentlich als Warnhinweis auf der Dose. Naja, Männer sollen es ja 2x täglich benutzen und ich nur einmal. Ich hab mich für das abendliche Auftragen entschieden. Mal sehen, ob es besser wirkt, weniger Nebenwirkungen hat und ob es was schadet, dass ich eine woman bin. Vom flüssigen 2-prozentigen "Regaine für Frauen" hab ich auch noch 4 Pullen rumstehen. Irgendwann muss ich die auch noch verbrauchen.
Ich soll auf jeden Fall die Haartransplantation machen, sagt der Doc. Das wäre gar nicht schlimm und hinterher wäre ich froh, weil es so schön aussieht. Hm, ich kann mich aber nicht durchringen. Wenn da was schiefgeht....?! Und außerdem sind ca. 3.000,- Euro eine Menge Geld. Die Überzeugungsarbeit in der Praxis war ja sehr gut, aber ich bin noch unwillig. Erstmal weiter rumschmieren.
So, für heute war's das. Bis denne,
Kerstin Sell
25.08.2013 - Nie wieder REGAINE
Ich muss das hier mal offiziell hinschreiben, damit ich mich daran erinnere. Beim letzten Mal hatte ich nach der Benutzung des Regaine Schaums für Männer hier nicht mehr weitergeschrieben, aber das hätte ich mal tun sollen.
Vorige Woche hat mich der Hautarzt ermuntert, es doch nochmal mit dem Regaine Schaum für Männer zu versuchen, weil der wohl die Nebenwirkungen nicht hätte. Reizeffekte der Kopfhaut durch Propylenglykol im Regaine für Frauen sind häufig und der Wechsel auf den Regaine Schaum wäre sinnvoll, da dieser kein Propylenglykol enthält. Aber vonwegen. Dieselben Nebenwirkungen hatte er schon bei letzten Mal, aber ich hab das irgendwie aus meinem Gedächtnis verdrängt. Nachdem ich mir wieder die teuren 3 Dosen bestellt hatte, schimpfte mich Jürgen an, ob ich vergessen hätte, dass ich das Zeug beim letzten Mal meiner Schwester geschenkt hab, weil ich es nicht vertragen und einen so dollen Ausschlag bekommen hatte. Wie konnte ich das nur vergessen?!
Und ich Idiot schmiere mir das Zeug wieder auf den Kopf. Nur ein mikromäßig kleines Schaumflöckchen zum Testen. Ich muss doch absolut allergisch auf Minoxidil reagieren. Oder auf einen anderen Inhaltsstoff, dabei hab ich sonst gar keine Allergien. Nur Stunden später dasselbe Elend. Blasen und Ausschlag auf der ganzen Kopfhaut und der Stirn. Ich könnte heulen. Seit drei Tagen quäle ich mich nun schon, um es mit meinen Rest Clobex-Shampoo wegzubekommen. Feuerrot die ganze Platte, es brennt, juckt und wirft Blasen. Rankommen darf man mit den Händen nicht und mit einem Kamm drübergehen schon gleich gar nicht. 50 Euro rausgeschmissen für größeren Ärger, als ich vorher hatte.
Hätte ich das bloß nicht wieder genommen! Wenn man schonmal auf einen Arzt hört...
Ich schreib hier irgendwann mal, wie lange die Heilung gedauert hat, denn derzeit tut sich noch gar nichts. Vielleicht ist das Clobex auch schon wegen Ablauf des Verbrauchsdatums unwirksam. Ich könnte Kotzen. Hoffentlich fallen mir jetzt nicht alle verbliebenen Haare raus.
Wenn nicht noch in absehbarer Zukunft das Nonplusultra erfunden wird, muss ich halt weiter mit meinem sich lichtenden Oberkopf leben. Ich habe mir nur noch das "Schütthaar" zum Probieren bestellt, wenn ich mal besonders schön sein muss. Mal schauen, wie das aussieht und hoffentlich hat das keine medizinischen Nebenwirkungen.
Aber - um Regaine jetzt nicht generell schlecht zu machen - : Es gibt auch Leute, denen es geholfen hat, wie dieser Bericht zeigt.
Für mich ist es definitiv gestorben!
vorläufig letzter Eintrag
Nach einer Woche täglicher Behandlung mit dem Clobex-Shampoo wurde die Entzündung etwas besser. Heute - nach zwei Wochen - ist es fast ganz weg. Bloß gut. In der zweiten Woche hab ich nur noch einmal Clobex genommen.
Das Schütthaar wurde von mir ebenfalls verwendet. Zur Not und für einen ersten Effekt tut es seinen Dienst. Ich muss es abends aber abwaschen, denn es bildet fleckige Klümpchen und juckt. Nichts für den Dauergebrauch, jedenfalls nicht für mich.
Links:
http://www.haar-ausfall.com (kurze Videos)
Forum für Haarausfall bei Frauen
Bericht in der Ärztezeitung
Video von ApotalTV
PTA-Magazin (Artikel, pdf-Datei)

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